Fahrt nach Uherské Hradiště, 25. - 28. Mai 2017

 

 

Singen verbindet

 

Schon oft hat der Dekanatschor Mayen-Mendig zusammen mit der Mädchenkantorei von Herz Jesu Mayen zusammen gesungen, aber eine Konzertreise in ein anderes Land bedeutete für alle Sänger und Sängerinnen eine Reihe von neuen Erfahrungen und Herausforderungen. Die Vorfreude bei allen war riesig!

Nach einer verkehrsbedingt längeren Busfahrt als geplant, erreichten wir am Anreisetag froh gelaunt unser Ziel: Mayens Partnerstadt Uherskre-Hradiste in Südmähren. Für die tolle Stimmung während der Fahrt sorgte in erster Linie die Mädchenkantorei im hinteren Teil des Busses, so dass die Zeit wie im Flug verging. Nicht unerwähnt bleiben sollte in diesem Zusammenhang auch das Sektfrühstück während unserer ersten Pause sowie das Geburtstagsständchen für unsren Chorleiter, Dekanatskantor Volker Kaufung, bei der anschließenden Weiterfahrt im Bus. Als wir schließlich ankamen merkten wir schnell: All unsere Erwartungen würden übertroffen werden. Wir wurden mit einer unfassbaren Gastfreundschaft und Freude einer kleineren Abordnung unserer tschechischen Freunde empfangen. Sogar der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Uherske-Hradiste hatte es sich nicht nehmen lassen, uns persönlich am Abend auf das herzlichste willkommen zu heißen. Das sich in den folgenden Tagen anschließende toll ausgearbeitete Programm beinhaltete neben den beiden Konzerten in Velehrad und Uherske-Hradiste einen feierlichen Empfang im Rathaus mit Eintragung in das goldene Buch, diverse Ausflüge, Stadtbesichtigungen, Museen und gutes Essen.

 

 

 

Höhepunkte dieser Tage waren aber klar die beiden Konzerte, die wir mit den tschechischen Chören gestaltet haben. Viele gute Stimmen trafen aufeinander, leisteten Herausragendes und fühlten sich durch das Singen sofort sehr verbunden. Abgerundet wurden unsere Gesangsdarbietungen jeweils von der mehrstimmigen Europahymne, was für die insgesamt über hundert Sänger ein ergreifender Augenblick war.

 

 

 

Bei einem gemütlichen Beisammensein nach den Konzerten konnten sich die Chormitglieder außerhalb des Singens besser kennen lernen und viele ergriffen die Chance, länderübergreifende Bekanntschaften zu machen.

Insgesamt hat sich die Fahrt für alle Beteiligten mehr als gelohnt. Indem man Freundschaften zwischen den Ländern in einer Zeit von Krieg und Terror pflegt, kann Jeder seinen persönlichen Beitrag zu einem friedlichen Europa leisten. Darüber hinaus haben sich auch die Sänger und Sängerinnen des Dekanatschors und der Mädchenkantorei besser kennen gelernt und unsere ganze Gruppe ist enger zusammengewachsen.

 

 

 

Zum Schluss heißt es noch einmal einen großen Dank für diese eindrucksvolle Fahrt, die tolle Unterkunft und das leckere Essen an unsere wunderschöne Partnerstadt Uherské Hradiště zu richten. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen:):):)

Jana Catharina Schmitz

 

 

Fahrt nach Uherské Hradiště, 13. - 17. Mai 2015:

 

Musik überwindet alle Grenzen

Auf Einladung des Chores Svatopluk aus der tschechischen Partnerstadt von Mayen, Uherské Hradiště, machte sich der Dekanatschor Mayen-Mendig am Abend des 13.05.2015 mit dem Bus auf nach Südmähren.

Mit von der Partie waren Mitglieder des Freundschaftskreises Mayen-Uherské Hradiště sowie weitere Interessierte und Fans des Chores.

Die Organisation der Fahrt auf deutscher Seite lag in den Händen von Rainer Dartsch, Vorsitzender des Freundschaftskreises, und Dennis Falterbaum, Chorsprecher des Dekantschores.

In Uherské Hradiště am nächsten Morgen angekommen, wurden wir von der dortigen Vorsitzenden des Freundschaftskreises, Frau Blanka Rasticova, und Frau Magda Uhrova als Vertreterin des Chores Svatopluk herzlich begrüßt. Am Nachmittag fand in Anwesenheit des stellvertretenden Bürgermeisters und weiterer Mitglieder der örtlichen Stadtverwaltung ein offizieller Empfang im großen Saal des Neuen Rathaus statt, bei dem sich unsere Gruppe in das Buch der Stadt eintragen durfte, was beeindruckend die Wertschätzung unseres Besuchs zum Ausdruck brachte.
 

 

Nach einem kleinen Umtrunk stand als nächster Punkt des Kennenlernens wegen eine Stadtbesichtigung unter Führung von Blanka Rasticova auf dem Prgramm. Den Tag beschloss der Chor mit einer ersten Probe in der örtlichen Pfarrkirche St. Franziskus Xaverius.

Am Freitagmorgen starteten wir mit dem Bus nach Kroměříž, wo wir das bischöfliche Palais und die Parkanlagen unter sachkundiger Führung besichtigten. Nach einem Mittagessen in der Mensa des bischöflichen Gymnasiums führte uns der Weg in die Weinkeller unter dem Palais. Im Anschluss an einen interessanten Rundgang durch die Kellergewölbe konnten wir die besten Messweine verkosten. Gut gelaunt fuhren wir zurück nach Uherské Hradiště. Am Abend nahmen wir die Gelegenheit war, uns von dem vielfältigen Programm der Museumsnacht u. a. im und am Museum der Mährischen Slowakei im Smetana-Park unterhalten zu lassen.

Der Samstag begann mit der Besichtigung des Schlosses Buchlovice und der dortigen Parkanlage mit traumhaft blühenden Rhododendren. Von dort führte uns der Weg zur Wallfahrtskirche Velherad. Die Akkustik dieser beeindruckenden Basilika animierte den Chor dazu, das „Locus iste“ von Anton Bruckner sowie das „Tu es Petrus“ von Lorenzo Perosi vorzutragen. 

Nach der Generalprobe am Nachmittag fand als Höhepunkt der Reise das gemeinsam mit dem Chor Svatopluk ausgerichtete Konzert in der Pfarrkirche von Uherské Hradiště statt. Weitere Mitwirkende waren Kantor Thomas Schnorr (Orgel) sowie Stefan Kliemt (Tenor), dessen Vortrag des „Ave Maria“ von Franz Schubert einige Zuhörer zu Tränen rührte. Als weitere Chorwerke kamen u. a. zur Aufführung Auszüge aus der „Loreto-Messe“ von Vinzenz Goller, „Ave Maria“ und „Cantate Domino“ von Karl Jenkins, „Tu es Petrus“ von Lorenzo Perosi, „Cantate Domino“ von Giuseppe Ottavio Pitoni sowie das „Locus iste“ von Anton Bruckner. 

Am Abend hatte Svatopluk ein gemütliches Zusammensein in dem Gewölbekeller des Gymnasiums von Velherad organisiert. Beeindruckt waren die Mayener wieder von der Herzlichkeit, Gastfreundschaft und dem Temperament der Gastgeber. Sprachliche Hürden überwand wieder die Musik: eine mährische Folkloregruppe in Tracht sowie Stefan Kliemt und Daniel Brengmann (Klavier) sorgten mit einigen Liedvorträgen zusätzlich für Unterhaltung.

Vom Erfolg des Konzerts und der Leistung beider Chöre inspiriert vereinbarten der Chorleiter von Svatopluk, Herr Filip Macek, und Dekanatskantor Volker Kaufung für das 25jährige Jubliläum des Deutsch-Tschechischen-Freundschaftskreises im Jahr 2019 ein Doppelkonzert, wobei das Programm von beiden Chören gemeinsam einmal in Mayen und einmal in Uherské Hradiště aufgeführt werden soll.

Auf Bitten des Kantors der Pfarrkirche in Uherské Hradiště gestaltete der Dekanatschor spontan am Sonntagmorgen um 8:30 Uhr die heilige Messe mit, so dass wir gerne die Heimreise mit vielen schönen Eindrücken und Erlebnissen eine Stunde später als geplant antraten.

(Verfasserinnen: Iris Kaufung, Sabine Herdick)

 

 

Fahrt nach Reifenstein, 31. Mai - 2. Juni 2013


Anspruchsvoller Chorgesang berührte tief
Dekanatschor Mayen-Mendig trug Kirchenmusik des Dekanates nach Thüringen 

 
Motiviert und gut vorbereitet brachen die Sängerinnen und Sänger des Dekanatschores Mayen-Mendig am Freitag, dem 31.05.2013, zu einer dreitägigen Reise auf. Ziel war der idyllische Ort Reifenstein im thüringischen Eichsfeld. Zuvor war der Chor vom dort ansässigen Eichsfeld Klinikum eingeladen worden, um sein Können unter Beweis zu stellen.

So fand dann am Samstagabend auch ein festliches Konzert in der barocken Klosterkirche Reifenstein statt, die auf eine bewegte Geschichte blicken kann. Ursprünglich als Kirche des Zisterzienserklosters Reifenstein genutzt, wurde sie in historischen Wirren später sogar zu Stallgebäude, Lagerhalle und Aufenthaltsort für die großen Heißwassertanks des benachbarten Krankenhauses umfunktioniert, welches sich heute auf dem ehemaligen Klostergrundstück befindet. Das ehrwürdige Gotteshaus ist dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden, nicht zuletzt, weil es auch als „Steinbruch“ für Ziegel verwendet wurde. Nachdem in den vergangenen Jahren die Außensanierung abgeschlossen wurde, soll die Innensanierung als nächste Etappe in Angriff genommen werden. Dabei steckt der frühere Geschäftsführer des Klinikums H. Gödecke viel Idealismus und Herzblut in seine Bemühungen. Über Konzerte und Ausstellungen, die in der Klosterkirche durchgeführt werden, versucht er immer wieder Spendengelder zusammenzutragen, um den Erhalt der geschichtsreichen Kirche sicherzustellen. Gerne war auch der Dekanatschor Mayen-Mendig bereit Herrn Gödeckes Arbeit zu unterstützen.

Nachdem das Kammerorchester der Staatskapelle Weimar das Konzert mit dem „Divertimento“ in F-Dur von W. A. Mozart feierlich eröffnet hatte, brachte dieses gemeinsam mit dem Chor unter der Gesamtleitung von Dekanatskantor V. Kaufung sodann die „Große Credomesse“, das „Te Deum“ und das „Ave verum“ ebenfalls von Mozart und die Kantate „Alles, was ihr tut“ von D. Buxtehude zu Gehör. Dabei kamen auch die hervorragenden Stimmen der Solisten F. Assion-Bolwin (Sopran), M. Palberg (Alt), Stefan Kliemt (Tenor) und Sebastian Krings (Bass) auf anspruchsvolle Weise zum Einsatz. Die Solisten hatte sich der Chor, ebenso wie den Organisten Th. Schnorr, aus der Heimat mitgebracht, wo sie der Öffentlichkeit u. a. aus den Neujahrskonzerten des Dekanatschores bekannt sind. Die erschienenen Konzertbesucher durften der lieblichen Sopranstimme von Assion-Bolwin dann noch einmal beim Vortrag des mozärtlichen Werkes „Exsultate, jubilate“ lauschen. Ersichtlich war, dass alle Aufführenden – Chor, Solisten, Ochester und Dirigent- mit viel Freude an der Musik am Werk waren. Ein Funke, der übersprang. So lobten die Zuhörerinnen und Zuhörer, die zu einem großen Teil aus Chorleiterinnen und Chorleitern aus dem Eichsfeld bestanden, den Chor für seine musikalische Ausgeglichenheit und nannten das Konzert „eines der schönsten, welches in der Klosterkirche stattfand“. Sie dankten es den Beteiligten mit lang anhaltendem Beifall.

Doch der Funke sprang nicht nur im Konzert über. Auch die Gestaltung des sonntäglichen Hochamtes, das auf Wunsch des Chores in der Klosterkirche gefeiert wurde, berührte Musizierende wie Messbesucher tief. Spätestens als der Dekanatschor, auch hier unter der einfühlsamen Leitung von V. Kaufung, das „Locus iste“ von A. Bruckner sang, konnten einige Anwesende die Tränen nicht zurückhalten. Dies musste für die Sängerinnen und Sänger der schönste Lohn für die harten Vorbereitungen auf die Konzertreise gewesen sein. Nach dem Hochamt ging es für diese dann über Eisenach auf den Heimweg, nicht, ohne einen Abstecher ins Bachhaus getätigt zu haben.

 

 

 

Dekanatskantor Kaufung war auf der Rückreise sichtlich stolz. Stolz auf die Erlebnisse der Reise, stolz auf „seinen“ Chor. Und der Erfolg gibt ihm recht, kann er doch auf die Früchte seiner Arbeit blicken und dem zehnjährigen Geburtstag seines (Chor-)Kindes entgegenfiebern, zu dem dieses die „Große Mariazeller Messe“ von Haydn als Ständchen zu Gehör bringen wird. Was dann folgen wird, wird die Zeit zeigen. Die erste Klassenfahrt hat das Kaufungsche Kind jedenfalls erfolgreich hinter sich gebracht.

(Verfasser: Dennis Falterbaum)